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Tag 3

Hab gestern wieder sehr gut geschlafen, vor allem das Einschlafen war kein Problem. Sonst liege ich ja immer wach da, denke lange nach und quäle mich dazu, endlich abzuschalten. Aber gut, ich habe ja auch einen ganzen Tag Zeit gehabt nachzudenken, wieso auch immer das dann eintritt beim Fasten. Die Frage kann ich mir immer noch nicht beantworten. Diesmal musste ich mich aber ein bisschen in die Küche schleppen, gar nicht mehr so fit wie gestern. Aber mir ist aufgefallen, dass ich das absolut steuern kann. Ist alles Kopfsache. Wenn ich auf der Couch sitze, mich bemitleide und mir einrede, es ginge mir so elendig, fühlt sich mein Körper direkt schlecht und ich habe überhaupt keine Lust mehr aufs Fasten. Stehe ich im nächsten Moment auf und freue mich drüber, gleich was zu unternehmen, denke ich mir sofort wieder, cool, du schaffst das, nein, du musst es nicht mal schaffen, du machst es einfach gerne und musst dich zu nichts zwingen. Also kann ich mich offensichtlich selber aktivieren, ich brauche nur positive Gedanken. Auf dem Weg zu meinen Eltern genieße ich den Spaziergang ungemein und bin ein bisschen stolz auf mich. Ob das auch dazu gehört? Sich gut fühlen weil man etwas geschafft hat? Das wäre ja eigentlich nur Hochstellung von einem selbst, das will man aber nicht durchs Fasten erzielen, oder etwa doch? Will ich mir eigentlich nur beweisen, dass ich etwas kann, wenn ich es will? Als würde man das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche an sich selbst anwenden. Ja, Körper, tu das was ich dir befehle und dann gehts dir seelisch prima. Naja und wenn du das nicht machst/schaffst, dann gibts einen seelischen shitstorm auf dich selbst. Strebe ich so ein selbstzentriertes Vorhaben an oder gehts doch um was Komplexeres? Oder vielleicht ist das Ganze überhaupt nur banal und beläuft sich auf was total Simples. Aktiviert durch das Spazieren, deaktiviere ich mich gleich mal im warmen Elternhaus. Zunächst gings ja noch am Balkon, mit einer heißen Tasse Tee und ner Zigarette, aber später auf dem Sofa bin ich wieder sehr weit runtergefahren. Man muss sich also immer ein wenig aufrappeln, so ganz stimmt das ja dann doch nicht mit dem Gefühl, extrem fit zu sein ab dem dritten Fastentag. Trotzdem bin ich zufrieden, überhaupt etwas auf die Reihe zu bekommen ohne zu essen, ich als alte Schlemmertante.
4.1.15 14:32
 


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